Dass es mehr Kalender gibt, als ein Mensch (hoffentlich) in seinem ganzen Leben braucht, ist wohl klar, doch heute möchte ich drei aus dem DuMont Kalenderverlag vorstellen, die nicht ganz so identisch sind, wie sie erscheinen.

Der Seemann 

Der Tattoo-Seemannskalender ist eindeutig das Hipster-Modell unter den dreien, aber trotzdem cool. Er sieht seinem Vorgänger ähnlich, unterscheidet sich aber dennoch deutlich genug von ihm, um erneut für Freude zu sorgen.
Genau wie die anderen beiden Kalender verfügt es über 2 farbige Bändchen, in silber-grau und grün. Meiner Meinung nach passen die Farben zwar nicht hundertprozentig zum Kalender, ihren Nutzen erfüllen sie jedoch allemal.
Direkt nach dem Aufschlagen erwarten den künftigen Besitzer eine meer-graue marmorierte Doppelseite mit einem schlichten Feld, dass verrät: Dieser Kalender gehört…. Die nächste nicht ganz strahlend weiße Doppelseite, die die versprochene Umweltverträglichkeit auch zu halten scheint, verfügt zudem über ein Adressfeld.

Die Rose

Mit der Rose auf dem Kalender und dem rosa Rücken ist dies wohl der hübscheste Kalender von den dreien. Die Rose verfügt sogar über winzig feine Dornen und ist wirklich sehr detailliert

gezeichnet. Einfach wunderschön! Es handelt sich dabei anscheinend um eine Rosa Gallica Aureliananense (oder so ähnlich, die Schrift unter der Rose ist recht klein). Wie es scheint, hat übrigens die Berliner Staatsbibliothek den Dumont Kalenderverlag mit dem Bild unterstützt, das lässt zumindest der Hinweis auf der Rückseite vermuten. Es lässt sich laut der Verlagshomepage festhalten, dass es sich um „Die duftigen Rosenmalereien des berühmten Blumenmalers Pierre-Joseph Redouté“ handeln muss. Ich muss gestehen, noch nie von ihm gehört zu haben. Aber kommen wir zum Inneren.

Auch dieser Kalender verfügt über Lesebändchen, in einem wunderschönen Beerenton, sowie einer Farbe, die ich mal freundlich als blassgrün bezeichne.

Genau wie beim Seemann-Kalender finde ich persönlich die Farbwahl so lala, das Beeren-Bändchen finde ich ein wenig zu dunkel.
Die Innenseite des Kalenders hat es dafür in sich. Es folgt eine weitere Blumenzeichnung, ich schätze erneut von Redouté, die das vermerken des Kalenderbesitzers in dem dafür vorgesehen Feld fast zu einer Schandtat werden lässt. Aber keine Sorge, auf der Seite für die Adresse, sieht alles wieder normal aus. Die letzte Doppelseite des Kalenders hält übrigens eine weitere wunde-, wunderschöne Blumenzeichnung bereit. Vielleicht sollte ich mir den Künstler doch etwas näher anschauen!

Euphorie!

Der perfekte Kalender für Montags-Muffel! In simpler Schrift, die man von anderen Funi-Smart-Art Werken kennt, versucht dieser Kalender entweder uns doch noch irgendwie zu motivieren oder uns zu versichern, dass geteiltes Leid zwar auch kein halbes Leid ist, aber immerhin verstanden wird.

Die erste Doppelseite dieses Kalenders  ist überraschenderweise ziemlich hell und nennt den Besitzer des Kalenders Autor.

Ihr könnt ankreuzen, was der Kalender enthält, zur Auswahl stehen Ideen, Aufgaben, Termine, Gedanken, Erlebnisse, Pläne, Fotos, Mind Maps, Kurioses, Anekdoten, Sprüche, Weisheiten, Erinnerungen, Humor, To Do Listen, Zahlen, Formeln, Wünsche, Ziele und Aufzeichnen. Aber keine Sorge, nachdem ihr euch so viele Gedanken machen musstet, geht es ganz normal weiter.

Was alle Kalender gemeinsam haben:

Auf die ersten paar ja doch unterschiedlich gestalteten Seiten folgt ein über zwei Doppelseiten gestreckter Jahreskalender für 2019, mit sämtlichen deutschen, sowie einigen spezifisch österreichisch und schweizerischen Feiertagen, die auch als solche erkennbar sind sowie beispielsweise dem Welttag  des Buches und dem Internationalen Tag des Friedens. Ergänzt werden die durch den Unabhängigkeitstag der USA und andere internationale Feiertage, die man nicht nur kennen könnte, sondern auch sollte.
Es folgen die Kalenderwochen 1 (2019) – 1 (2020), was durchaus Sinn ergibt, da das Jahr mit einem Dienstag endet.
Für die Motivierten unter euch gibt es anschließend die Möglichkeit, auf einer Doppelseite Lauter gute Vorsätze festzuhalten oder im darauffolgenden zwei Doppelseiten einnehmenden Jahreskalendarium für 2020 schon mal Termine einzutragen.
Danach kommt, was meiner Meinung nach jeder gute Kalender braucht: Die internationalen Maßeinheiten, Masse und Flächenangaben sowie den Temperaturskalen und ein Vergleich der internationalen Kleider- und Schuhgrößen für Damen und Herren. Inzwischen sieht man eine bunte Mischung davon ja auch immer häufiger in deutschen Geschäften, hilfreich ist es also allemal.  Die weniger internationale als denn europäische Vorwahlübersicht sowie die Übersicht der Vorwahlen einiger großen deutscher Städte ist sicherlich auch nicht verkehrt.
Im Anschluss gibt es eine Übersicht über Schulferien in Deutschland und Österreich (auch hilfreich für Sportler, deren Verein in den Schulferien mal wieder zu hat) und Seiten zur Urlaubsplanung und Ich packe meinen Koffer. Diese Seiten sind meiner Meinung nach übrigens SEHR nützlich, ebenso wie die Geburstagsübersicht, sortiert nach Monaten und die Seiten für Geschenkideen. Selbiges gilt für Seiten die Auskunft darüber geben, wann man etwas ver- oder geliehen hat und was so noch als To Do ansteht. Die Notiz- und Skizzenseiten sind dann eher wieder für die kreativen. Die „Wichtige Adressen“ Seite ist aber für jeden brauchbar. Ich hab da in meinem jetzigen Kalender zum Beispiel meine Anschrift in der Schweiz stehen (um sie mir merken oder weitergeben zu können).

Fazit

Besonders beim Jahreskalendarium ist eine Veränderung zu den Vorgängermodellen festzustellen, da nun wesentlich mehr Feiertage verzeichnet sind. Ob man die jetzt braucht, oder nicht, sei jedem selber überlassen. Generell gilt: die Kalender sind nur so nützlich, wie ihr sie macht! Ich persönlich schätze die paar Zeilen für Notizen in den Wochenübersichten und finde den Platz absolut ausreichend, für alles was so ansteht. Als Hausaufgabenbuch für Schüler ist der Platz je nach Schriftgröße evtl. etwas wenig.

Handlich ist der Kalender allemal. Einzige, wirkliche Kritik: Da die Ecken recht spitz sind, zerstechen sie den Stoff in etwas dünneren Taschen auf Dauer unter Umständen. Und da die Kalender aus nicht weiter versiegelter Pappe bestehen, kann es relativ schnell zu Abnutzungserscheinungen kommen, was jedoch davon abhängt, wie man damit umgeht. Sollte der Verlag die Ecken doch irgendwann mal abrunden, wäre das sicherlich nicht verkehrt.
Alles in allem finde ich die Taschenkalender für dieses Jahr jedoch wieder umwerfend und insbesondere der Euphorie-Kalender und der Blumenkalender haben es mir angetan!

Dumont Kalenderverlag | Jeweils 10€ | Habt ihr noch Fragen?  – Rezensionsexemplare!