In ihrem einzigen Roman erzählt Emily Bronte eine Geschichte von Liebe und Rache, die drei Generationen von zwei Familien miteinander verbindet.

Das Buch

Heathcliff kommt als Findelkind zur Familie Earnshaw. Während er sich mit Catherine, der Tochter des Hauses, schnell anfreundet, scheint Hindley, Cathys Bruder, den neuen Jungen regelrecht zu hassen.
Catherine und Heathcliff wachsen zu zwei unbändigen jungen Erwachsenen heran, doch nach dem Tode von Mr. Und Mrs. Earnshaw übernimmt Hindley das Kommando auf Wuthering Heights und erniedrigt das Findelkind so weit wie möglich.
Nach einer nur halb gehörten Unterhaltung zwischen Catherine und einem Dienstmädchen, in der Cathy sagt, es wäre ein Abstieg, Heathcliff zu heiraten, verschwindet dieser.
Geprägt von dem Hass, der ihm entgegen gebracht wurde und der Ablehnung, die er empfunden hat, schwört Heathcliff Rache an der Familie Earnshaw und setzt diese auch über zwei Generationen fort.

Das Buch beginnt nicht etwa mit Heathcliffs Ankunft bei den Earnshaws, sondern dem Besuch eines Mr. Lockwoods bei Heathcliff und Sprößlingen, die aus Verbindungen der Familien Earnshaw und Linton, sowie Linton und Heathcliff selbst. (Dies ist übrigens kein Spoiler, da der Stammbaum ganz vorne im Buch zu finden ist). Die Geschichte von Catherine Earnshaw, Heathcliff und allen weiteren wird Mr. Lockwood von dem Dienstmädchen erzählt, mit dem einst Cathy über Heathcliff sprach.

Meine Meinung

Wer sich gerade gedacht hat: So viele Personen verwirren mich!, kann wohl nachempfinden, wie ich mich am Anfang fühlte. Dass ich Bruchstücke einer Verfilmung kannte, machte das Ganze natürlich auch nicht einfacher.
An und für sich lässt sich das Buch gut und flüssig lesen, es gibt jedoch ein paar Sachen, die mich etwas gestört haben oder zumindest gewöhnungsbedürftig waren:
Zum einen gibt es natürlich sprachliche Ausdrücke, die Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts etwas anders verwendet wurden, als wir es heute tun. Zum anderen gibt es relativ viele Figuren. Hierbei ergibt sich folgendes Problem:
Es gibt 2 Catherines, was sich durch die Chronologie der Erzählung jedoch relativ schnell klärt, wer wer ist, es gibt die Familie Linton und später ein Kind, das Linton mit Vornamen heißt und noch Hindley und später seinen Sohn Hareton die beide die meiste Zeit über mit ihrem Nachnamen, Earnshaw angesprochen, jedoch nicht immer.

Ansonsten waren insbesondere die weiblichen Figuren, allen voran Catherine Earnshaw (also die Cathy, die Heathcliff liebte), sind ziemlich anstrengend. Ihre Tochter ist später jedoch ebenfalls relativ egozentrisch und vollkommen naiv.
Sei es wie es sei, eine leichte Unterhaltungslektüre für nebenbei ist es nicht ganz, lesbar aber allemal.
Warum das Buch jedoch so dermaßen gefeiert wurde, erschließt sich mir nicht.

Fazit

Etwas viele und teilweise sehr merkwürdige Figuren in einem Buch, das  meiner Meinung nach erstaunlich wenig Handlung vorweisen kann.

Sturmhöhe | Emily Brontë – Übersetzerin: Michaela Meßner | 488 Seiten + 7 Seiten Anhang | 12,99€ | dtv – Rezensionsexemplar

Originaltitel: Wuthering Heights, Erstveröffentlichung: 1847