Ihr Leben lang wird Sarlia geächtet und hasst die Magie, über die sie verfügt. Bis eines Tages ihr Piratenvater kommt, sie entführt und an den Prinz eines fernen Königreiches verkauft wird!

Handlung

Als Sarlia noch ein Kind war, verließ ihr Vater, ein Pirat, sie und ihre Mutter die sich kurz darauf das Leben nahm. Seitdem lebte Sarlia bei einer Frau und ihren Söhnen, die sie nie leiden konnten. Doch als sie achtzehn ist, plündert die Bande ihres Vaters die Stadt und Sarlia wird gemeinsam mit ihrem besten Freund Rian auf das Schiff ihres Vaters verschleppt.
Während Rian widerwillig zum Pirat wird, kämpft Sarlia jeden Tag gegen ihr Schicksal, doch als sie nach Perséi an den Hof verkauft wird, gibt es kein Entrinnen. Die neue Welt in der sie sich nun zurecht finden muss, ist gänzlich anders als ihre Heimat und als Frau darf sie plötzlich gar nichts mehr. Außer ihrer Dienerin scheint ihr kaum jemand wohlgesonnen und so fällt es ihr schwer, sich mit der Ehe mit dem impulsiven Shiraf zu arrangieren. Dass sein Halbbruder Karem viel netter zu sein scheint, bereitet ihr nur weitere Schwierigkeiten, doch Karem scheint ebenfalls sein Spiel mit ihr zu spielen.

Meine Meinung

Was als allererstes auffällt sind der geringe Umfang des Buches, der die Frage aufwarf, wie schnell sich die Dinge entwickeln würden. Tatsächlich entwickelte sich die Geschichte nicht besonders schnell und am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich der Klappentext auf das erste und das letzte Kapitel von der Handlung her bezieht und überhaupt nicht auf den Rest. Es wird vor Intrigen gewarnt, die erst ganz am Schluss überhaupt thematisiert werden. Ob ein zweiter Teil geplant ist, weiß ich momentan nicht, diese Handhabung würde aber nur dann Sinn ergeben.
Zudem fand ich die Handlungen mancher Figuren absolut unlogisch.
Gleich zu Beginn gibt es eine Szene, in der Rian Sarlia sagt, sie würde ihn später heiraten, da gäbe es nichts zu diskutieren. Diese Unterhaltung und sein Benehmen wird später nie wieder thematisiert und Sarlia tut so, als ob Rian stets ihr bester Freund sei, der keine schlechten Seiten hat. Das ist insbesondere deswegen kritikwürdig, da Sarlia nur wenige Seitens später an Prinz Shiraf verkauft wird und ihn gegen ihren Willen heiraten muss.
Kleine Kritik noch ans Lektorat: In dem Buch finden sich leider noch immer einige Schreibfehler und manchmal fehlten Worte, die für den Sinn des Satzes entscheidend waren.
Ebenso hat es mich ein wenig verwundert, wie unkreativ die Namensgebung des fernen Reiches war. Perséi ist schon eine sehr offensichtliche Anspielung, die zu dem, was einem dann dargeboten wurde (eben diese objektifizierende Haltung gegenüber Frauen etc.) passte.

Zu den Figuren und der Handlung an sich: Ich war neugierig auf die Geschichte, aber irgendwie habe ich in keiner Figur einen Sympathieträger gefunden. Von der Handlung hätte ich mehr erwartet, vor allem, weil der Klappentext bereits sehr weit vorgreift, was ich vorher natürlich nicht wusste.

Fazit

Das Buch hätte definitiv Potential gehabt und es war auch nicht schlecht geschrieben, doch am Ende hat es mich leider nicht überzeugen können.

Prinzessin der Wüste – Verkauft  | Bettina Auer | 131 Seiten | 9,99€ (print) | Papierverzierer Verlag