Hollywood ist für die 18-jährige ein goldener Käfig, denn sie ist eine Dschinn und die letzte der kaiserlichen Kaste. Während sie ihrem Meister Wünsche erfüllen muss, versinkt ihre Heimat im Krieg- an dem sie allein schuld ist.

Handlung

Nalia wurde in Adjinna, der Heimat der Dschinn als Ghan Aisouri geboren. Die Aisouri beherrschen als einzige alle vier Elemente, während die Shaitan, Djan, Marid und Ifrit jeweils über nur ein Element gebieten. Lange herrschte Nalias Kaste über die anderen Dschinn, doch nun haben sich die Leibeigenen und unteren Kasten im Krieg erhoben. Die blutrünstigen Ifrit schlachteten mit Menschenwaffen von der Erde alle Angehörige der Aisouri ab- bis auf Nalia, die überlebte. Doch sie konnte nicht fliehen und wurde zusammen mit anderen Dschinns auf die Erde verkauft, wo sie ihrem neuen Meister gehorchen muss. Tut sie das nicht, sperrt Malek sie in eine eiserne Flasche, die eine einzige Qual für sie ist. Während Nalia verzweifelt um ihre Freiheit kämpft, tobt in ihrer Heimat der Krieg. Doch der Anführer der Revolution taucht eines Tages auf der Erde auf und obwohl sie es beide zunächst leugnen, verlieben sich der Rebellenführer und die letzte Thronerbin ineinander. Und was hat es mit dem Mörder auf sich, der scheinbar wahllos Dschinns auf der Erde tötet?

Meine Meinung

Dschinns sind keine besonders häufig verwendeten magischen Geschöpfe und so habe ich mich sehr gefreut, etwas über sie zu lesen. Zudem hat die Autorin sie eng mit Greifen verknüpft, was dem Buch einen guten Schuss Magie gegeben hat. Ebenso fand ich die Idee mit den Kasten und die magische Welt Ardjinna ansprechend, wenngleich der Name Ardjinna nicht gerade kreativ ist.
Leider hat man nur wenig von der Welt erfahren, weil Nalia sich ja in der Menschenwelt aufhält und nicht ununterbrochen an ihre Heimat denkt.
Sie ist, wie so oft eine Auserwählte und, wie man nach einer Weile feststellt, nicht nur teilweise schuld an dem Krieg, sondern auch die einzige Möglichkeit, ihn zu beenden.

Dass sich Nalia und Raif ineinander verlieben und noch auf weitere Arten mehr oder minder miteinander verbunden sind, überraschte ebenso wenig.
Nichtsdestotrotz dauert es, bis man all das erfährt und Nalia besser kennen lernt. Zudem fragt man sich, wie sich das Verhältnis von Nalia und Malek, ihrem Meister entwickeln wird. Dieser nennt sie auf der einen Seite „sein Herz“ und ist auf der anderen Seite oft jähzorning und grausam zu seiner Sklavin.

Der Schreibstil ließ sich ganz gut lesen, jedoch waren mir manche Formulierungen etwas zu dramatisch.
Was ich noch eine interessante Information in der Dankesaussagung fand: Die Autorin hat sich von der echten Dunklen Karawane und dem real stattfindenden Sklavenhandel inspirieren lassen und teilt dazu auch Informationen auf ihrer Website. Sklavenhandel ist noch immer aktuell und akut.

Fazit

Insgesamt hat mir der erste Band ganz gut gefallen und ich bin schon neugierig, wie es weiter gehen wird, da das Ende noch ein paar Überraschungen bereit gehalten hatte.

Nalia Tochter der Elemente – Der Jadedolch | Heather Demetrios | 496 Seiten | 10,95€ | dtv