Bist du bereit an das Übernatürliche zu glauben? Oder beharrst du lieber auf der Vernunft – und riskierst dabei dein Leben?

Handlung

Imogen hatte sich geschworen, niemals nach Gaunt zurück zu kehren. An die Heimat ihrer Kindheit hat sie keine einzige gute Erinnerung und bereits ihre Ankunft scheint unter einem schlechten zeichen zu stehen, als sie und ihr Mann beinahe ein kind totfahren- und ein anderes beschuldigt wird, sie geschubst zu haben.
Schnell stellt sich heraus, dass die Einwohner Ellie, die Beschuldigte, für eine Hexe halten, die die Leute um sich herum in Angst und Schrecken versetzt und am Ende sogar Morde verübt haben soll.

Imogen hingegen ist davon überzeugt, dass Ellie zu Unrecht beschuldigt wird, bis auch ihr etwas Schreckliches passiert.
Zudem hat sie Probleme mit ihrem Eheman Dan, der nichts von ihrer traumatischen Kindheit in Gaunt weiß und sich zudem sehnlichst ein Kind von ihr wünscht. Doch dazu fühlt sich Imogen nicht im Mindesten bereit, bis ihr die Wahl auf gleich zwei Arten abgenommen wird.

Meine Meinung

Natürlich denkt man als Leser zunächst, dass Ellie die Schuldige ist, wird dann davon überzeugt, dass sie es ja gar nicht sein kann und beginnt dann wieder zu zweifeln, wie Imogen auch.
Die endgültige Auflösung ist ein wenig überraschend, aber nicht zu sehr und ehrlich gesagt fand ich es nicht so gut, dass es nochmal zwei große Twists in den letzten paar Seiten und Sätzen gab.
Ich fand es gut, dass Imogen war, wie sie war, auch wenn es manchmal ein klein wenig vorhersehbar war. Zudem gab es zu ein ihren wichtigsten Eigenschaften jeweils ein Gegenstück in Form eines für die Handlung wichtigen Menschen.

Was mich manchmal ein wenig verwirrt hat: Es gab zum einen mehrere Perspektiven, die zwar meistens unter der Kapitelnummer (insgesamt 100! – also eher kurze Kapitel) angekündigt wurden, jedoch nicht immer. Zudem gab es ein paar Sequenzen, von denen die zeitliche Einordnung nicht immer ganz klar war.

Ansonsten hat mich die Grausamkeit der Kinder und die Bereitschaft der Erwachsenen, Ellie beinahe beweislos zu verurteilen, fasziniert, weil es etwas ist, das im Alltag ebenfalls schnell passiert und fatale Folgen hat. Zudem wurden mehrere Problemfelder angesprochen: Nur ein Partner will ein Kind, es gibt biologische Hemmnisse Kinder zu kriegen, Pflegekinder können für die leiblichen Kinder der Pflegeeltern belastend sein und Vorurteile, um nur kurz die wichtigsten zu nennen.

Fazit

Ein nicht immer ganz einleuchtendes Buch, das einen trotz allem in seinen Bann zu ziehen vermag.

Das Böse in deinen Augen | Jenny Blackhurst | 431 Seiten | Bastei Lübbe (Rezensionsexemplar) | Originaltitel: The Foster Child

Gewinnspiel

Wie gesagt gibt es für euch eine Kleinigkeit zu gewinnen – genauer gesagt: Das Böse in deinen Augen als E-Book!

Was müsst ihr dafür tun?

Verratet mir Folgendes:

  1. Was ist euer Lieblingsthriller, sofern vorhanden?
  2. Glaubt ihr an Übernatürliches?

Viel Glück!

 

Wie ihr euch denken könnt, wird mir der Preis von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt- dafür vielen Dank!