Ein Erdmännchen als Detective? Seinen Planeten mit den Bewohnern eines anderen teilen?
Skelette, die die Weltherrschaft übernehmen und einen alten, unter der Erde verscharrten Tyrannen wieder befreien sollen und Menschen entführen und ebenfalls in Skelette verwandeln?
Klingt wie ein Kinderbuch und sieht wie eines aus? Es ist aber keins- versprochen.
All das und noch viel mehr findet ihr in Florian C. Booktians: Milten und Percy – Das Schloss der Skelette!

Eigentlich wollte Percy (der Erdmännchen Detective) mal in Ruhe ausspannen, doch dann baut er Mist, bekommt den nerdigen Praktikanten Milten aufgedrückt und kaum ist er in einem kleinen idyllischen Ort angekommen, erhebt sich eine seit Jahrzehnten verschüttete Burg aus der Erde und die Bewohner des Dorfes verschwinden.
Wenn man sie wiedersieht, dann ohne Haut und Muskeln, nur noch Skelette, allerdings ausgesprochen lebendige Skelette.
Als wäre das nicht schon genug, ist zu allem Überfluss auch noch die Bürgermeisterin korrupt und egoistisch, der Sheriff verschwunden und seine Tochter mehr als nur ein bisschen dümmlich und Milten wird ebenfalls von den Skeletten entführt, so wie das gesamte restliche Dorf.
Doch Percy wäre nicht Percy, wenn er einfach aufgäbe und es nicht wenigstens versuchen würde, diesen Fall zu lösen!

Was ist mir durch den Kopf gegangen, während ich dieses Buch gelesen habe?
Zuallererst ist mir natürlich der unheimlich witzige Prolog positiv aufgefallen, in dem von der Verschmelzung der Erde mit dem Planeten Gnaa  berichtet wird.
Anschließend lernt man Percy kennen,  der eine echt coole Sau, pardon- ein cooles Erdmännchen ist (wobei ich es nicht gut finde, dass er raucht) und wird langsam in die Geschichte eingeführt.
Milten, den nerdigen Praktikanen und cleveren Erfinder, fand ich recht sympathisch, mit seiner Art, alles wortwörtlich zu nehmen und auch sonst recht gugtläubig zu sein.
Percy selber ist ausgesprochen selbstbewusst und genau so verhält er sich, wobei er für mich eine Mischung aus Klische-TV Polizist und und einem Jugendlichen ist, der das Leben nicht allzu schwer nimmt. Seine Beziehung zu einer menschlichen Frau im Laufe des Buches fand ich, ehrlich gesagt, ein wenig skurril.
Der Plot selber war unterhaltsam geschrieben, so dass während des eher dünnen Buches niemals Langeweile aufkam. Die Idee mit den Skeletten und dem wiederzuerweckenden Bösewicht fand ich recht ansprechend.
Mein Fazit:
Ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch mit einer witzigen und skurillen Grundidee, das Vorfreude auf Band 2 weckt.

 

Milten und Percy  – Das Schloss der Skelette | Florian C. Booktian | 172 Seiten | 7,90€  | CreateSpace (Selfpublish)