Im 2. Band müssen sich Zoe und ihre Crew auf dem Planeten Keto behaupten – doch sie sind nicht alleine.

Das Buch

HOME 2 beginnt kurz vor der Landung auf dem Planeten Keto. Zoe und die anderen müssen feststellen, dass sie die dreijährige Flugzeit komplett verschlafen haben und nur zu vierzehnt sind. Mit dabei sind nicht nur Jonah, Zoes Jugendliebe aus Akademiezeiten und einige weitere Akademieschülerinnen und Schüler sondern auch ihr Bruder Tom und Kip, von dem sich Zoe nicht sicher ist, was sie für ihn empfindet. Schnell entstehen Spannungen, denn Zoe wurde von der HOME-Fundation die grausame Macht über Leben und Tod ihrer Crew aufgebürdet, damit sie deren Befehlen folgt.
Zudem muss sie sich fragen, ob ihre Liebe zu Jonah je real war, wenn es die Akademie nicht war und was sie für Kip empfindet. Doch viel dringender ist die Erforschung des Planeten Keto auf dem sie überraschend drei Mitglieder der ersten HOME-Mission finden. Doch natürlich warten auch Bedrohungen auf die Crew, beispielsweise Nachtaffen, die letztlich erstaunlich menschlich sind, vorerst jedoch stets viel Zerstörung anrichten, sobald eine der unvorhersehbaren Nächte einbricht.
Schnell wird zudem klar, dass der Anführer der überlebenden ersten HOME-Crew zurück auf die Erde will, um jeden Preis.

Meine Meinung

Ich fand es sehr spannend, über den neuen Planeten zu lesen und die Spannungen zwischen der ersten und zweiten Crew zu verfolgen, dass so etwas passieren würde, war wirklich überraschend! Ebenso ist es interessante Frage, wie Jonahs und Zoes Beziehung zu sehen ist, angesichts der Tatsache, dass sie gewissermaßen nur eine Simulation war. Durch die Aufgaben der HOME-Fundation wird die Handlung manchmal mit dem nötigen Druck weiter getragen, was ich wirklich gut fand.
Hingegen fällt, spätestens wenn man den Pressekommentar auf der Rückseite des Buches liest, in dem Eva Siegmund mit Suzanne Collins die Parallele des Liebesdreiecks auf. Katniss und Gale, im „realen“ Distrikt 12, Peeta und Katniss die das Liebespaar in der „nicht realen“ Wirklichkeit der Arena spielten.
Abgesehen davon ging es auch viel um die Themen Verantwortung, Ehrlichkeit, Virtualität, Vertrauen und natürlich die Frage, wer hier denn nun wirklich das Alien ist.
Spannend fand ich zudem, dass wir dank einer Person von der Erde ein wenig darüber erfahren haben, ob der Krieg um Wasser zwischen Süd- und Nordstaaten nun Berlin in Schutt und Asche gelegt hat oder nicht und natürlich, ob Zoes und Toms Eltern noch leben und was aus der HOME-Fundation wurde.

Ein kurzer Kommentar zum Ende. UNFASSBAR KRASSER PLOTTWIST  DER MICH KOMPLETT UMGEHAUEN HAT. Mehr verrate ich hier aber nicht 😉

Fazit

Ein gelungener 2. Band der dem ersten in nichts nachsteht.

H.O.M.E. – Die Mission | Eva Siegmund | 443 Seiten | 13€ | cbj Verlag (Randomhouse) – Rezensionsexemplar