Zoë wächst in einer Akdemie auf, wo sie zum Kapitän einer Mission ausgebildet wird. Sie kennt ihren Platz in der Welt – bis ihr eines Tages jemand den Stecker zieht und erklärt, dass sie die letzten 12 Jahre im Koma lag! Was ist real? Was Fiktion?

Das Buch

Zoë ist seit ihrer frühesten Kindheit in der Obhut von Dr. Jen, die sie an eine Akademie, die irgendwo in Köln liegt, gebracht hat. Dort lernt sie die alte Kampfkunst Kali, fünf verschiedene Sprachen, wird mit militärischer Strenge körperlich und geistig in Topform gebracht. Alles in Vorbereitung auf die Mission, die wichtiges als alles andere ist. Doch eines Tages wacht Zoë in einem Krankenhaus mitten in Berlin auf und man sagt ihr, sie habe die letzten 12 Jahre im Koma gelegen. Die Akademie, Jonah, die Liebe ihres Lebens, all das soll einfach nur eine Laune ihres Gehirns gewesen sein, um sie unterhalten. Doch Zoë ist sich sicher, dass es real ist und fängt zusammen mit ihrem Bruder Tom an, nachzuforschen. Was sonst sollte sie auch in einer Welt tun, die vom Krieg um Wasser, ein immer knapper werdendes Gut, beherrscht wird? Einer Welt, die sie nicht kennt und in der sich hinter jeder Frage eine Mauer aus Schweigen und Geheimnissen auftut?
Noch merkwürdiger wird alles, als Zoë mehrfach angegriffen wird – und sich, genau wie in der Akademie, verteidigen kann. Woher kann sie das? Woher weiß jemand, der mit 5 Jahren ins Komma gefallen ist, was die dreißigste Nachkommastelle von Pi ist oder Dehydrierung? Ist die Akademie womöglich doch real?

Meine Meinung

Durch Pandora und Cassandra von Eva Siegmund wusste ich bereits, dass die Autorin hervorragend mit dem Thema der Wirklichkeitsmanipulation mittels Technik im Gehirn umgehen kann. H.O.M.E. hebt das Ganze aber noch mal auf ein völlig anderes Level. Die ersten 50 Seiten fühlte ich mich stark an Matrix erinnert und dieses Gefühl ist auch bis zum Ende nicht ganz verschwunden. Es ist aber kein billiger Teenie-Abklatsch von Matrix, ganz und gar nicht!
Zoë fand ich eine durchaus glaubhafte Protagonistin, die sowohl Stärken als auch Schwächen hat. Die Story hat sich meiner Meinung nach auch gut entwickelt, zu Beginn werden Andeutungen gemacht, die später wieder aufgegriffen und vertieft oder aufgelöst werden. Das Thema Krieg um Wasser ist ein spannendes und Eva Siegmund hat viel draus gemacht.  Die Beschreibungen von Berlin fand ich toll, weil sie sehr anschaulich waren und man sich die Stadt in ihrem „jetzigen“ Zustand sehr gut vorstellen konnte. Wie genau die Technik so funktioniert, die verwendet wird, erfährt die Leserschaft zwar nicht, aber das finde ich weniger schlimm.

Den gewaltigen Cliffhanger am Ende schon!!!!  Aber im März kommt ja Teil 2. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, wie es weiter geht!

Fazit

Ein wirklich gutes und spannendes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte!

H.O.M.E. – Das Erwachen | Eva Siegmund | 448 Seiten | 13€ | cbt (Randomhouse) – Rezensionsexemplar