Das Volk des Imperiums  teilt sich grob in zwei Hälften- jene, die Geschäfte mit den Biomanten Machen, um zu überleben, und jene, an denen die Biomanten grausame Experimente durchführen, weil sie die Kooperation verweigern. Bleak Hope hat ihre Familie durch die Biomanten verloren und setzt nun alles daran, den Tod ihrer Eltern und ihres Dorfes zu rächen.

Handlung

Bleak Hope ist acht, als die Biomanten ihr gesamtes Dorf durch ein Experiment töten. Kurze Zeit später landet sie beim Orden der Vinchen, Mönche, die sich dem Schutz des Imperiums verschrieben haben und mit der aktuellen Vorgehensweise der Biomanten, die im Auftrag des Imperators agieren nicht einverstanden sind. Eigentlich dürfen nur Männer dem Orden beitreten und in seinem Rahmen zu Kriegern ausgebildet werden, doch der Ordensleiter bildet Bleak Hope, die ihren echten Namen vergessen und nach ihrem toten Dorf benannt wurde, heimlich aus.
Mit sechzehn muss sie fliehen, da die anderen Vinchen ihre Ausbildung missbilligen. Frauen derart zu unterrichten sei unnatürlich.
Einige Zeit später lernt sie Red kennen, der seine Mutter an die Droge Purpurwurz verloren hat und sich seit seinem achten Lebensjahr auf der Straße durchschlägt. Gemeinsam versuchen der Dieb und die Kriegerin die Leute vor den Biomanten zu beschützen, doch es steckt mehr hinter der Verbreitung von Purpurwurz, als die beiden ahnen können und die Biomanten sind noch viel gefährlicher, als sie wissen.

Meine Meinung zur Umsetzung

Fantasy finde ich immer toll und so war ich ziemlich gespannt auf Empire of Storms.
Was mir als allererstes auffiel: Das ist definitiv kein Kinderfantasy sondern etwas für Erwachsene! Die Sprache ist ziemlich derbe (und in der Vielfalt sehr eingeschränkt, was die Beleidigungen betrifft, alles ist verpisst) und die Experimente der Biomanten sehr brutal.
Und so viel Fantasy ist das auch gar nicht. Die Biomanten haben magische Kräfte und das war es auch schon, aber es gibt weder Feen, noch Gedankenlesen oder sonst etwas in die Richtung.
Die Handlung entwickelte sich ein wenig, wie es sehr typisch ist: Schicksalsschlag bringt zwei Menschen zusammen und mindestens einer von beiden hat noch eine megageheime aber superwichtige Rolle, von der das Wohl und Wehe der Menschheit abhängt.

Was mich aber wirklich überrascht hat: Die Rolle von Frauen in dem Buch!
Gleich zwei (junge) Frauen setzen sich über die strikten Beschränkungen der Männer hinweg, um ihre Ziele zu verwirklichen und sind dabei selbstbewusst, mutig, stark und in keiner Weise „schlechter“ als Männer. Dass so etwas von einem männlichen Autor geschrieben wird, finde ich persönlich einfach nur toll, denn Frauen werden gerade in Fantasybüchern mit ihren etwas mittelalterlichen Gesellschaft oft wieder in ihre „Oh ein Prinz, ich fall mal in Ohnmacht und muss gerettet werden“ Rolle zurück, was der Emanzipation  echter und heute lebender Frauen sicher nicht zuträglich ist.

Mein Fazit

Etwas brutales Buch das aber Hoffnung für die Rolle der Frau in der Literatur aufkommen lässt.

Empire of Storms – Pakt der Diebe | Jon Skovron | 592 Seiten | 14,99€ | Heyne (Randomhouse)