Was wäre, wenn Rumpelstilzchen und Co. Heute leben würden und nicht alles mit „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“ ausginge?

 

Da es sich um Neuerzählungen von Märchen handelt, die ich teilweise nicht mal identifizieren konnte, überspringe ich den Inhalt heute mal, wodurch die Rezi auch etwas kürzer wird.

Buch und Meinung

Insgesamt 11 Märchen erzählt Cunningham derb und böse neu. Dabei bezieht er sich des Öfteren (ich habe es nicht bei allen nachgeprüft) auf das Original und nicht auf die bekannten Friede-Freude-Eierkuchen Versionen. Dabei spart er weder mit Grausamkeiten, Details noch sexuellen Anspielungen (die Version von Schneewittchen war etwas… verstörend). Einige Märchen sind leicht wieder zu erkennen, andere waren mir entweder vollkommen unbekannt oder es war gerade noch so zu erkennen, welches das jetzt sein sollte (die Illustrationen zu den Geschichten sind da sehr hilfreich).
Auffällig ist die sehr unterschiedliche Länge. Während manche Märchen auch mal über 5 Seiten oder mehr gehen, sind andere kaum länger als eine Doppelseite. Doch sie alle sind sehr düster.
Manchmal erschien mir die Kombination aus Moderne und Märchen allerdings etwas zu gewollt, da nur kurz Anspielungen auf die moderne Zeit und ihre Technik eingeworfen wurden und mehr nicht.

Fazit

Nicht für a) Kleine Kinder oder b) Leute die die Märchen gerne in „schöner“ Erinnerung behalten wollen oder c) keine vulgäre Sprache mögen.
Mir hat es ehrlich gesagt nicht so gefallen.

 

Ein wilder Schwan | Michael cunningham | 160 Seiten | 19,00€ | Randomhouse

 

Bei Ein wilder Schwan handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir von der Randhomhouse er