Heute, am 20.07.2016, ist im DuMont-Verlag ein kleines, unauffälliges Buch im Verlagsprogramm erschienen. Ein Monat auf dem Land, welches mit 144 Seiten eine wunderbare Lektüre für zwischendurch darstellt. Mit 18,00€ ist der Preis ausnahmsweise mal eine glatte Summe, für das E-Book bezahlt man 13.99€.

Carrs Buch ist kurz nach dem 1. Weltkrieg in Yorkshire angesiedelt. Es erzählt die Geschichte des Kriegsversehrten Restaurator Tom Birkin, welcher in das idyllische Oxgodby kommt um ein mittelalterliches Fresko in der Dorfkirche freizulegen. Während seiner Arbeit kommt er nicht nur dem Gemälde näher sondern auch den Menschen, die ihn umgeben, so der Klappentext.
Ein Monat auf dem Land erzählt zudem von der Wiederentdeckung der Freude am Leben, von Verletzungen und einer Liebe, die gleichermaßen unauffällig wie anrührend ihren Platz in der Geschichte findet. Man lernt die Dinge unter der Oberfläche zu sehen und Freude in der Schlichtheit zu finden.

Insgesamt ist es schwer, viel zu Carrs Werk zu sagen, da es selbst nicht besonders dick ist und durch eine Schlichtheit ihren Leser in den Bann schlägt, die es schwierig macht, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden. Birkin wurde verlassen von seiner Frau und leidet durch den Krieg an Gesichtszuckungen- Merkmale, die Mitleid erwecken könnten. Doch man leidet nicht mit diesem einfachen Mann, nein, man freut sich über seine Genesung und hat das Gefühl, ihn wahrhaftig auf seinem Weg zurück ins Leben begleiten zu können.
So lange ich auch überlege, es mag mir nichts einfallen, dass ich an diesem Buch bemängeln könnte und so spreche ich meine uneingeschränkte Empfehlung an jene aus, die gerne Romane lesen, die auch ohne Wendungen, Irrungen und Wirrungen auszukommen vermögen.