Das Erste, das Wichtigste!, was bei diesem Buch angemerkt werden muss, ist seine Brutalität.
Wobei der Prolog der brutalste Part des Buches ist und man danach das Gröbste überstanden hat.

Nun  aber zur Handlung:
Die Seiten dieses Buches bevölkert unter anderem eine junge Schankmagd, deren Familie umgebracht wird, weil dem Vater eine Abreibung verpasst werden soll, wobei sie selber geköpft und anschließend durch Magie wieder zurück ins Leben geholt wird.
Dann wären da noch der Folterknecht des Königs, welcher durch einen Zufall unsterblich geworden ist, diefür die fantastische Literatur so typischen egoistischen, machthungrigen  und charakterlich zweifelhaften Adeligen und diverse weitere Figuren, die mal häufiger, mal weniger häufiger wen Weg der zuvor Erwähnten kreuzen.
Ohne zu viel von der Handlung verraten zu wollen, geht es um Macht, Unsterblichkeit und Rache, sowie dem Zufügen von sehr, sehr großen Schmerzen aus den verschiedensten Gründen.

Wie mir das Ganze gefallen hat?
Keine Ahnung, ob ich irgendetwas vor ein paar Wochen, als ich zustimmte das Buch zu lesen, überlesen hatte oder dergleichen, aber ich habe mich nicht ausreichend auf die Brutalität vorbereitet gefühlt und trotz einer gewissen Abgestumpftheit diesbezüglich, ist mir beim Prolog der Appetit vergangen.
Die Sprache des Buches ist eher derbe, nichtsdestotrotz hatte der Stil die meiste Zeit über eine leichte Sogwirkung, die mich dazu gebracht hat, weiterlesen zu wollen.
Das Prinzip der Rache und mystische Wesen wie die Wächterin der Seelen (auch der Tod genannt) sind natürlich nicht besonders neu und so hat mir insgesamt bei dem Buch ein wenig das „Gewisse Etwas“ gefehlt.
Positiv anmerken muss man allerdings den gegen Leserillen resistenten Rücken und das gut zur Handlung passende Cover, das einen farblich bereits auf die Düsterheit der Geschichte einstimmt.
Zudem wurde das Fehlen des „Gewissen Etwas“, ein wenig durch Kreativität kompensiert, da der Autor zwischendurch Lieder und Volkssagen eingebaut hat, die schlüssig zu erfinden, spannend zu erzählen und sinnvoll einzubauen eine Kunst für sich ist, in diesem Buch aber gut gelungen.

Mein Fazit: Ein sehr düsteres und brutales Buch, das, wenn man nicht allzu zart besaitet ist und gerne  blutdürstiges Fantasy liest, einen guten Zeitvertreib bescheren wird.

 

Eduschée – Erbarmungslose Welt| Timothy Dawson | 324 Seiten | 9,99€ | Create Space (Selfpublish)