Die besonderen Kinder und Jacob wurden von Hollows angegriffen und sind auf der Flucht – doch Miss Peregrine ist in ihrer Vogelgestalt gefangen. Können die Kinder sie retten und vor allem sich selbst?

Das Buch

In Die Stadt der besonderen Kinder versuchen die Besonderen nach London zu kommen, weil es dort noch Ymbrynes in Zeitschleifen geben soll, die ihnen helfen können, Miss Peregrine aus ihrer Vogelgestalt zu befreien. Doch eine solche Reise ist für auffällige Kinder in den 1940er Jahren ganz und gar nicht ungefährlich. Selbstverständlich werden die Kinder von Hollows gejagt – jenen unseligen Geschöpfen, die sich von den Augen Besonderer ernähren. Zudem herrscht Krieg, die Gefahr, durch eine Bombe oder andere Menschen umzukommen ist allzeit präsent. Unterwegs treffen sie nicht nur andere Besondere sondern landen beispielsweise auch in einer Menagerie, in der besondere Tiere leben. Doch trotz aller Aufregung ist es ein Wettrennen gegen die Zeit, denn wenn Miss Peregrine zu lange ein Vogel bleibt, wird sie sich nie wieder zurück verwandeln können.

Meine Meinung

Obwohl es schon eine ganze Weile her ist, dass ich Die Insel der besonderen Kinder gelesen oder zumindest geguckt habe, bin ich sehr leicht wieder in die Geschichte reingekommen. Es macht einfach Spaß über die so unterschiedlichen Charaktere der Kinder zu lesen und ihre Abenteuer wirken trotz aller Fantastik nicht völlig unrealistisch, was dem Ganzen eine gewisse Grundständigkeit verleiht. Neben der Reise stehen auch zwischenmenschliche Aspekte wieder im Vordergrund. Gehört Jacob wirklich zu den Besonderen, die sich teilweise schon jahrzehntelang kennen? Soll er bleiben oder zurück zu seiner Familie gehen, falls sie all das überleben? Wie geht man mit Fremden um? Wie kann eine Gruppe schnell aber gerecht Entscheidungen treffen, die allen gerecht werden?
Natürlich fließen die Fähigkeiten der Kinder auf eine Weise mit ein, die uns unbesonderen Leser*innen verwehrt bleibt, doch für die Art, wie Entscheidungen getroffen werden, sind sie tatsächlich zweitrangig.
Natürlich gibt es auch wieder reichlich Fotos im Buch, die einen immer wieder aufs Neue in Staunen versetzen und die Geschichte auf eine ganz eigene Weise in der Realität verankern.
Eine Sache gibt es jedoch, die ich zumindest für Kritik in den Raum werfen möchte- auf ihrem Weg treffen die Kinder auf eine Gruppe „Zigeuner“. Inwiefern dieser Begriff politisch korrekt ist und ob sich da nicht eine andere Lösung hätte finden lassen… ? Was meint ihr?

Fazit

Die Stadt der besonderen Kinder ist eine kreative, spannende Fortsetzung, die Lust auf mehr macht.

Die Stadt der besonderen Kinder | Ransom Riggs | 480 Seiten | 16,99€ | Droemer Knaur

Originaltitel: Hollow City