Der Name ist der Schlüssel zur Seele- so steht es hinten auf dem 353 Seiten umfassenden Buch drauf. Ursprünglich auf „Wattpad“ erschienen und bereits mit dem #erzählesuns-Award des Piper Verlages  ausgezeichnet kann man das Debüt der Autorin nun für 16,99€ in der Printausgabe erwerben. Ein zweiter Teil scheint in Planung.

Wie der Titel es bereits erahnen lässt, handelt es sich bei „Die Magie der Namen“ um ein Buch des Fantasy Genres.

Es erzählt die Geschichte des Jungen Nr. 19, der am Tage seiner Volljährigkeit zusammen mit anderen Klassenkameraden endlich seinen Namen erhält. Doch dieser Name verrät nicht, ob er die Wiedergeburt einer bedeutenden oder einer unbedeutenden Person ist, denn diesen Namen hat nie zuvor jemand gehört. Tirasan.

Noch größer könnten der Schock und die Enttäuschung des stets gehänselten und überaus talentfreien Jungen nicht sein, schließlich bestimmt der Name das komplette Leben. In Begleitung seines ehemaligen Peinigers, der es sich nun zur Aufgabe gemacht hat, ihm zur Seite zu stehen, sowie ein paar weiteren Mitschülern reist Tirasan zum großen Namensarchiv um heraus zu finden, wer er ist. Natürlich geht das alles nicht ohne Überfälle, Streitereien, Herzensprobleme und Demonstrationen  der Schwäche des jungen Protagonisten vonstatten.

Als er dann letzten Endes jedoch erfährt, wer er ist, warum niemand seinen Namen kennt und was ihn so besonders macht offenbart sich seine Bestimmung. Es liegt an ihm, die Welt zu verändern und sie zu einem besseren Ort zu machen.

 

Unter dem schwarzen Schutzumschlag mit weißem Titel und goldener Hintergrundschrift verbirgt sich ein schlichtes, braunes Buch mit in Gold eingeprägtem Titel  auf dem Buchrücken. Klappt man das Buch auf, so befindet sich im Inneren eine Karte, die einen groben Überblick über die Schauplätze des Buches verschafft. Das Lesebändchen ist einen weiteren Pluspunkt für die Gestaltung wert.

Werfen wir einen Blick auf die Seiten.  Die  Schrift ist durchschnittlich groß, die Seitenabstände und insbesondere der Abstand nach unten jedoch mehrere Zentimeter breit. Meiner Meinung  nach viel zu viel und weder sinnvoll, noch schön anzusehen. Zudem wird jedes neue Kapitel durch eine leere Seite getrennt, was das Buch zusätzlich inhaltslos dicker macht.

Tirasan ist ein Protagonist vom Typ „gepeinigter, armer Junge wird zum Weltenretter“,  was mir ein wenig zu stereotyp war. Eigentlich fand ich seine Schwäche zu Beginn sehr sympathisch, aber einen solchen Wandel hätte ich wohl erwarten müssen. Die restlichen Charaktere sind oft flach und verhalten sich recht vorhersehbar, was Tirasan ein wenig übertrieben in den Mittelpunkt rückt.

Etwas verwirrt hat mich zudem der Namensalat innerhalb des Buches. Ein bis maximal zweimal wird jede Namensbedeutung erklärt. Immerhin werden im Personenverzeichnis alle Personen noch einmal aufgeführt, ebenso die Dynastien mit ihren Wappen, allerdings getrennt, was es manchmal ein wenig kniffelig gemacht hat, wenn man versuchte den Überblick zu behalten. Bei der Menge an Namen im Buch fällt es schwer, sich jede Bedeutung zu merken, was jedoch in den Dialogen und Erzählungen der Figuren vorausgesetzt wird.

Die Geschichte an und für sich hat mir gut gefallen, das Thema Namen findet man im Fantasy Bereich eher im Zusammenhang mit Elfen, hier werden sie jedoch für Menschen wichtig. Ein neuer und guter Ansatz, der mir sofort gefallen hat.

Mein Fazit; Ein Buch mit guter Idee und viel Potential, das leider nicht komplett ausgeschöpft wurde.