Das famose Finale der „Queens of Renthia” Trilogie ist endlich erschienen. Top oder Flop – können die geschürten Erwartungen erfüllt werden?

Rezension zu Band 1: https://www.youtube.com/watch?v=gGL_U-4fHvs

Rezension zu Band 2: http://dasbuecherregal.de/rezension-die-todeskoenigin-von-sarah-beth-durst/

Diese Rezension enthält Spoiler zu den ersten beiden Büchern.

Das Buch

Daleina wurde Königin über Aratay, ihre einstige Freundin Merecot Königin von Semo. Da es in Semo zu viele Geister für zu wenig Land gibt, droht es jeden Moment in Stücke gerissen zu werden. Nachdem Merecots Einmarsch in Aratay scheiterte und Daleina eine Co-Königin finden konnte, die überaus mächtig ist, könnte nun Frieden einkehren. Doch Merecot lässt Naelins Kinder entführen, um ihren Willen – Aratay- zu bekommen. Naelin steht vor der Wahl, ihre Kinder wiederzukriegen oder Königin zu bleiben. Wie wird sich entscheiden? Und warum ist Merecot überhaupt so versessen darauf, über ihre alte Heimat zu herrschen?

Meine Meinung

Zuerst einmal fand ich es großartig, dass in Die Geisterkönigin Daleina wieder mehr vorkommt, Naelin als überaus starke Persönlichkeit aber ebenfalls viel Platz eingeräumt bekommt, ebenso wie Daleinas Schwester, Meister Ven, Merecot und sogar der Wolf Bane. Auf diese Weise konnte mensch die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erleben und einen umfassende(re)n Blick auf die Ereignisse erhalten.

Stilistisch unterscheiden sich die Personen voneinander, nichtsdestotrotz sind sie alle in Dursts wunderbaren Grundstil geschrieben, so dass dem Erzählfluss stets gut und voller Spannung gefolgt werden konnte. Die Idee, Macht vs. Familie als Ausgangspunkt der Handlung zu nehmen fand ich spannend. So bleiben die Königinnen trotz aller Macht und der Geister, die eine signifikante Rolle in Renthia spielen menschlich. A propos Geister – abweichend von vielen anderen Fantasybüchern wird in diesem erklärt, wie genau die Welt wurde, wie sie ist. Wieso gibt es die Geister und warum ist das Verhältnis zwischen ihnen und den Menschen (speziell den Königinnen) so besonders und feindlich? Darüber hinaus können wir endlich auch einen Blick auf die benachbarten Königinnenreiche werfen. Die Geisterkönigin lehrt uns, nachzudenken, bevor wir handeln, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und auch jenen Gehör zu schenken, die wir als weniger bedeutend als uns selbst einstufen.

Fazit

Es ist ein rundum gelungenes, mitreißendes, lehrreiches Buch!
Die Geisterkönigin | Sarah Beth Durst | 640 Seiten | 15€ | Penhaligon Verlag (Randomhouse) – Rezensionsexemplar

Originaltitel: The Queen of Sorrow (The Queens of Renthia 3)

 

PS: In ihrem Nachwort kündigt Sarah B. Durst an, ein Spin-Off über das benachbarte Königinnenreich Belene zu schreiben – aufregend!