Eragon ist zurück! Begleitet den legendären Drachenreiter in eine Zeit nach Galbatorix.

Gastrezension von Tobias Spiß

Das Buch

Ein Jahr ist es her, dass Eragon aus Alagaësiaaufgebrochen ist, um einen geeigneten Ort für die Ausbildung von neuen Drachenreitern zu finden. Zudem steht er vor weiteren großen Herausforderungen: Er muss einen riesigen Drachenhorst bauen, die Dracheneier bewachen und mit kriegerischen Urgals, stolzen Elfen und eigensinnigen Zwergen zurechtkommen. Unerwarteter Besuch und eine spannende Legende der Urgals eröffnen ihm neue Perspektiven.

„Die Gabel, die Hexe und der Wurm“ ist ein Band, der in drei kleinere Geschichten aufgeteilt wurde. Zu Beginn wird Eragon in sein neues Abenteuer rund um die Drachenreiterausbildung eingeführt, dem folgt eine Geschichte über einen Wanderer. In der zweiten Kurzgeschichte erfährt der Leser etwas  über die Hexe Angela und ihre Reisen. In der dritten und letzten Kurzgeschichte dreht es sich wieder um Eragon, dem eine spannende Geschichte von den Urgals vorgetragen wird.

Meine Meinung:

Es ist ein paar Jahre her, dass ich den vierten Band der Eragon Reihe gelesen habe. Umso gespannter war ich darauf, wieder in die Welt von Alagaësia, Eragon und Saphira eintauchen zu dürfen. Das Buch ist mit seinen 304 Seiten eher kurz gehalten, auch der Titel war für mich nicht ganz klar zu verstehen. Jetzt nach dem Lesen merkt man aber, dass dieser passend zu den Kurzgeschichten gewählt wurde. Der Schreibstil von Christopher Paolini ist weiterhin sehr klar und deutlich, gut zu lesen und damit kommt man im Buch schnell voran und fliegt nahezu durch die Seiten, ähnlich wie ein Drache…

Die erste Geschichte bildet einen sehr guten Einstieg. Als Leser taucht man direkt  in die Welt ein, trifft einen alten Bekannten aus den Eragon-Bänden wieder und die Kurzgeschichte ist spannend geschrieben. Die zweite Kurzgeschichte rund um die Hexe Angela und der jungen Alva fand ich persönlich dagegen nicht ganz so spannend. Auf der einen Seite erfährt man zusätzlich einiges aus dem Leben der Hexe, die auch schon aus den alten Bänden bekannt ist. Auf der andren Seite fand ich die Aneinanderreihung der Informationen etwas unflüssig zu lesen.  Es kommt dabei generell mehr Verwirrung auf als das man Antworten bekommt.

Mein Lieblingsteil des Buches war die dritte Geschichte, die zum Glück etwas länger ausfiel. Darin geht es um eine Geschichte, die Eragon von den Urgals erzählt bekommt: Das junge Mädchen Ilgra und ihr Stamm der Gehörnten wird darin von einem Drachen angegriffen. Ihr Vater wird dabei getötet, der Drache lässt sich auf einem nahegelegenen Berg nieder. Um ihre Mutter und Schwester zu beschützen und ihren Vater zu rächen, schmiedet Ilgra einen Plan, um den Drachen zu töten. Dabei bekommt sie Unterstützung eines Magiers. Die Geschichte ist spannend geschrieben, ich konnte die Gedanken immer sehr gut nachvollziehen und man leidet förmlich mit dem Mädchen mit. Besonders gut gefallen hat mir das Ende der Geschichte, das den Leser zum Nachdenken anregt und ihm etwas mitgibt.

Mein Fazit:

Als Eragon-Fan hat mir das Buch gut gefallen und man erfährt endlich Neues über Eragon und Saphira. Schade finde ich hingegen, dass das Buch so kurz ausgefallen ist. Aber ich bin gespannt, bald wieder mehr aus Alagaësiazu lesen!

Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia | Christopher Paolini | 304 Seiten | 18€ | cbj (Randomhouse Verlag) – Rezensionsexemplar

Originaltitel: The Fork, the witch, and the worm / Story Collection