Im Frühjahr und Herbst des letzten Jahres erschienen der zweite und dritte Teil der „Die 100“ Trilogie im heyne fliegt Verlag.

Bereits der erste Band und die erste Staffel der gleichnamigen Serie hatten nach wenigen Folgen beziehungsweise Kapiteln herzlich wenig miteinander zu tun und so verhielt es sich auch bei den Folgebänden.

Mit 12,99€ für 320 Seiten sind die beiden Bände identisch teuer und dick, von der Spannung her unterschieden sie sich ebenfalls kaum.

Hier nochmal der Link zum ersten Band auf meinem Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=x5JdSqe40AI

 

Während auf der Erde die nicht mehr ganz einhundert Jugendlichen um ihr Überleben kämpfen stellen die Erdgeborenen (in der Serie Grounder genannt) nicht die einzige Bedrohung dar. Neben einer abgespalteten Erdgeborenen Gruppe, die den Jugendlichen nach dem Leben trachtet, herrschen auch weiterhin interne Spannungen die nicht selten zur Gefahr werden.

Des Weiteren ist auch die Liebe ein überaus heikles Thema für die Protagonisten Wells, Bellamy und Clarke, wie hätte es anders sein können? Hinzu kommen die Liebe von Wells zu einem „Grounder“-Mädchen namens Sasha, was in der Gruppe gespalten aufgenommen wird. Clarkes Gewissensbisse wegen der Experimente ihrer Eltern, sowie eine mysteriöse Krankheit die immer mehr Jugendliche befällt stellen eine weitere Belastungsprobe dar- handelt es sich um die gefürchtete Strahlenkrankheit, deren Symptome ab dem 21. Tag auftreten?

Während unten zunehmend so etwas wie Routine einkehrt, droht den Bewohnern auf der „Ark“ der Erstickungstod. Zudem tyrannisiert der Vizepräsident Kane weiterhin die Leute mit überzogenen Gesetzen, was er auch nach einem fluchtartigen  Verlassen des Schiffes in den Transportern auf der Erde weiterführt. Unverzüglich macht er sich daran die neugewonnenen Freiheiten der jugendlichen Straftäter einzuengen. Die friedliche Gruppe der Grounder, aus der auch Wells neue Freundin stammt, verhält sich hingegen sehr demokratisch und gastfreundlich gegenüber den Freunden von Sasha. Es kommt im übertragenen Sinne zu einem Kampf zwischen Demokratie und Diktatur, von dem bereits im Vorhinein klar ist, wie er ausgehen wird.

Bereits der erste Band fiel vor allem durch seine vielen Perspektiven, die Vorhersehbarkeit und eine unverhältnismäßig große Schrift auf. Alle drei Aspekte finden sich auch in den Fortsetzungen. Nichtsdestotrotz lassen sich die Bücher aufgrund des flüssigen Schreibstils gut lesen.

Durch die Perspektivenwechsel in jedem Kapitel entstehen relativ spannende Cliffhanger, die einen immer wieder motivieren weiterzulesen.  Rückblenden und Erinnerungen der Erzähler sind kursiv gedruckt, wodurch es leichter ist sie zu erkennen als in vielen anderen Büchern.

Da Kass Morgan die Liebesgeschichten der Gegenwart und Vergangenheit relativ ausführlich beschreibt, nehmen sie eine zentrale Rolle ein, womit sie zu einer treibenden Kraft für das Vorankommen der Geschichte werden.

Im Gegensatz zu brutaleren Dystopien wie „Die Tribute von Panem“ oder „Maze Runner“ sind die 100 Bücher relativ harmlos und so bereits ab einem jüngeren Lesealter geeignet. Wobei es zum Ende hin ein wenig brutaler wird.

Mein Fazit: Ein eher leichtes Lesefutter für zwischendurch, das bei so einer geringen Wortdichte aber gerne noch ein oder zwei Euro günstiger sein dürfte.