Der Spin steht kurz vor dem Kollaps. Kann die Katastrophe noch verhindert werden?

Rezension zu Band 1: http://dasbuecherregal.de/rezension-die-maschine-von-andrew-bannister/

Rezension zu Band 2: http://dasbuecherregal.de/rezension-die-verlorenen-von-andrew-bannister/

Das Buch

Der dritte Band spielt eine ungewisse aber deutliche Zeitspanne nach dem 2. Band und schon zu Beginn wird klar, dass der Spin bald kollabieren wird. Die völlig unregelmäßigen Planetenumlaufbahnen werden zur Kollision führen und gesellschaftliche Entwicklungen zum Zusammenbruch der unzähligen Zivilsationen.
Skarbo, ein Wesen das einst ein Mensch war aber schon seit Jahrhunderten als Insektoid lebt, beobachtet, kalkuliert, berechnet die Entwicklung des Spins und ist sich sicher- nichts kann dieses Schicksal verhindern.
Zeb hingegen ist einer der Bewohner des Spins, einer der letzten, die sich noch nicht in vermeintlich paradiesische Vrealitäten geflüchtet haben. Über kurz oder lang werden sich die Wege der beiden kreuzen, doch werden sie dem Schicksal entkommen können?

Meine Meinung

Als ich die Trilogie anfing zu lesen hätte ich überhaupt nicht mit diesem Ende gerechnet!
Ich fand es wirklich schade, dass erneut völlig neue Figuren auftauchen, die mit den bisherigen nicht wirklich in Verbindung stehen, weil es so wesentlich schwerer wird, wieder gut in die Geschichte reinzukommen. Die Idee, dass es eine relevante Galaxie außerhalb des Spins gibt hat mir gut gefallen und irgendwie mochte ich Skarbo auch. Das mit den Vrealitäten hat mich jedoch teilweise so weit verwirrt, dass ich zeitweise unsicher war, ob der Spin selbst nicht einfach eine einzige große virtuelle Realität ist und wir damit quasi erneut den Matrix-Effekt präsentiert bekommen.
Grundsätzlich ist das Buch wieder gut geschrieben, die Entwicklungen sind nicht so richtig vorhersehbar und doch wird die Unabwendbarkeit der Zerstörung einen Ticken zu oft betont, um der Leserschaft noch echte Hoffnung zu lassen, was wirklich schade ist.

Fazit

Insgesamt war die Spin-Trilogie eine Reihe, die definitiv anders ist als andere und durchaus Potential hatte, für mich hat das Konzept, jedes Mal mit neuen Figuren zu arbeiten jedoch leider nicht funktioniert.
Ich hätte mir letztlich mehr Kohärenz gewünscht.

Der Erschaffer | Andrew Bannister | 395 Seiten | 17€ Piper Verlag – Rezensionsexemplar

Originaltitel: Stone Clock