Die Neuauflage des 3. Bandes des Fantasyklassikers Belgariad ist endlich da. Werden Garion und sene Gefährten das Auge Aldurs zurück erobern können?

Ursprünglich erschien dieses Buch unter dem Titel Spiel der Magier

Für alle, die die Belgariad-Reihe noch gar nicht kennen:

Garion ist ein Bauernjunge, der laut einer Prophezeiung dazu bestimmt ist, ein magisches Artefakt (das Auge Aldurs) an seinen rechtmäßigen Platz zurück zu bringen und damit, das Gleichgewicht zwischen den göttlichen Kräften der Welt wieder herzustellen. Ebenjene Prophezeiung kann zu zwei Szenarien führen, die zwar identisch beginnen, jedoch völlig unterschiedliche Konsequenzen hätten. Begleitet wird Garion von seinem Großvater, dem 7000 Jahre alten Magier Belgarath, dessen Tochter Polgara (Garions Tante), ein paar tapferen Mistreitern die selber keine magische Fähigkeiten haben sowie die Dryaden-Prinzessin Ce´Nedra.

Das Buch

Die Grundhandlung des Buches lässt sich recht schnell zusammenfassen – die Gefährten reisen und müssen ab und an gegen feindliche Truppen kämpfen. Unterwegs wird Garion, auch Belgarion genannt, in den magischen Künsten unterwiesen. Zu der Gruppe stößt zudem der tiefreligiöse Relg dazu, der sein bisheriges Leben als Priester in einem Berg verbracht hat.

Meine Meinung

Der dritte Band der Belgariad Saga ist ein klassischer Überbrückungsband,  der für sich alleine gesehen jetzt nicht so furchtbar spannend ist. Natürlich lernen wir neue Leute kennen, erfahren mehr über die Welt und ein wenig auch über die Figuren, letztlich besteht der Hauptplot des Buches jedoch aus reisen. Relg ist definitiv anstrengend, nach einer Weile gewöhnt mensch sich jedoch daran.
Wirklich gestört hat mich an dem Buch nur, dass Ce´Nedra so ein richtiges Klischeemädchen in vielerlei Hinsicht zu sein scheint, das zumindest in Band 3 nicht wirklich irgendetwas leistet und ansonsten versucht, Garions Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen, obwohl sie ihn für etwas simpel hält. Über das Frauenbild lässt sich also definitiv streiten. Mit Polgara gibt es immerhin eine zweite weibliche Figur und dazu noch eine, die was taugt.
Erstaunlicherweise bin ich jedoch relativ gut wieder in die Reihe reingekommen, obwohl ich Band 1 und 2 vor mehreren Jahre gelesen habe und mich seitdem auch nicht mehr mit der Reihe auseinander gesetzt habe. Eine großartige charakterliche Weiterentwicklung war nicht wirklich zu beobachten so dass sich letztlich der Band wirklich eher als Brücke darstellt.

Fazit

Band 3 schafft es zwar, die Spannung der ersten beiden Bände in Hinblick auf die Mission beizubehalten, bringt selber jedoch keine eigene weitere.

Belgariad 3 – Der Blinde | David Eddings | 432 Seiten | 10,99€ | blanvalet (Randomhouse) – Rezensionsexemplar

Deutscher Titel der alten Auflage:  Spiel der Magier

Originaltitel: Magician’s Gambit (Book 3 of The Belgariad)