Hier und jetzt ist alles perfekt, doch wie wird sich die Freundschaft und jeder einzelne von uns in den nächsten zehn, zwanzig Jahren entwickeln?

Inhalt

Die vier Freunde Eva, Benedict, Lucien und Sylvie sind unzertrennlich und könnten verschiedener kaum sein. Ernst, lustig, künstlerisch, ambitioniert, verrückt…
Während sie die letzten Wochen ihres Collegelebens genießen träumen sie von ihrer Zukunft und malen sich aus, was sie mal erreicht haben wollen. Sie wissen jetzt schon, dass sie sich niemals trennen werden.
Im Laufe der Zeit entwickeln sich die Lebenswege der vier jedoch immer weiter und weiter auseinander, bis kaum mehr von der damaligen Clique übrig ist, als ein Anruf in drei Jahren und die Erinnerung an das, was war, plattgewalzt von der Realität.

Meinung

Mir persönlich hat „Als wir unbesiegbar waren“ sehr gut gefallen. Es erzählt keineswegs von geraden Lebenswegen, sondern vor allem von Fehlern, Scheitern, Verlusten und falschen Entscheidungen, was für den Leser inspirierend sein kann.

Die Figuren entwickeln sich allesamt weiter, manche mehr, manche weniger vorhersehbar. Dadurch, dass der Erzählfokus auf Eva liegt, die an der Börse arbeitet, wird der Weg der beruflich-finanziellen (Miss)Erfolges besonders stark thematisiert, während beispielsweise Sylvies künstlerischer Weg nur bei Treffen mit Eva thematisiert wird. Das Streben nach beruflichem Erfolg ist wohl das populärste, was dem Buch eine gewisse Massenkompartibilität verleiht.

Fazit

Ein lesenswertes Buch, für jene, die noch nie gescheitert sind und solche, die gerade dabei sind.

Als wir unbesiegbar waren | Alice Adams | 336 Seiten | 20,00€ | Dumont Verlag