Blut spenden rettet Leben wie ja jeder weiß. Da ich endlich achtzehn bin kann auch ich ein paar Karmapunkte sammeln und Blutspenden gehen.

Der Entschluss, Blut zu spenden kam vor ein paar Wochen, als meine Eltern eine Einladung zum nächsten Blutspendetermin bekamen. Heute das erste Mal zu spenden war allerdings eine spontane Entscheidung, da meine Mutter nicht konnte und mein Vater natürlich nicht ohne Begleitung gehen wollte! Also musste ich mit. Gut, dass ich das eh mal vor hatte.

Zunächst musste ich einen  Fragebogen durchlesen und ankreuzen, ob ich schwanger bin, vor 1973 in Afrika war, dort operiert wurde und so weiter und so weiter. Anschließend ging es zum „vertraulichen Arztgespräch“ in dem ich mir erstmal anhören durfte, wie gesundheitsschädlich Vegetarismus ja sei und wurde dazu verdonnert drei Becher Cola zu trinken! Wenn man als Jahresvorsatz nur Lebensmittel mit weniger als 20% Zucker zu sich nimmt, natürlich super. Aber, was muss das muss und Blut spenden ist wenigstens etwas sinnvolles.

Danach ab zur Feststellung des Hämoglobinwertes. Wie nimmt man Blut am Ohrläppchen ab, wenn man zwei Ohrringe drin hat und das untere Paar auf sechs Milimeter gedehnt wurde? Über dem zweiten.

Danach ging es dann „endlich“ auf den Liegestuhl und nach gefühlt mehreren Minuten der Desinfektion kam die Nadel in den Arm. Da mir in letzter Zeit öfter Blut abgenommen wurde, habe ich erwartet, dass es unangenehm werden würde. Zum Glück hat es jedoch kaum weh getan. Da ich offensichtlich zuvor nicht genug getrunken hatte floss mein Blut so langsam, dass ich meine Hand immer wieder zur Faust ballen und wieder lösen musste. Dadurch bewegte sich die Nadel natürlich permanent aber anders ging es eben nicht. Das nächste Mal werde ich mich auf spontane Entscheidungen besser vorbereiten.

528ml später wurde die Nadel wieder rausgezogen, das Wattebäuschchen drauf gedrückt und festgeklebt. Zusätzlich wurde so eine „Abdrück-Schlaufe“, wie ich sie nenne, darum gewickelt, allerdings so fest, dass meine Finger irgendwann eiskalt waren.

Aber insgesamt? Absolut nicht schlimm.

Das Unangenehmste waren die drei Becher Cola, die ich vorher trinken musste und der übertrieben süße Kuchen, den ich danach gegessen habe- schließlich will man nicht umkippen.

Mein Tipp an jeden Blutspendeerstling: Immer genug trinken! Es ist absolut nicht schlimm, versprochen.