Print, digital oder überhaupt nicht visuell- inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Inhalt eines Buches „zu sich zu nehmen“ und ich möchte heute für euch die drei Möglichkeiten vergleichen.*

Gedruckte Bücher

Mit „normalen“, also gedruckten, Büchern hat wohl jeder mal angefangen. Ich persönlich bin ja ein großer Fan von gedruckten Büchern, da man sie anfassen, beschnuppern und ins Regal stellen kann. Sie sehen schön aus und man kann leicht erkennen, wie viel Buch man noch vor sich hat. (Okay, wenn man so etwas dickes wie Game of Thrones liest, stimmt das nur so halb, aber es geht ums Prinzip 😉 )

Inzwischen gibt es Bücher auch öfters mal in großer Schrift, falls man nicht mehr so gut lesen kann, oder man kauft sich eine stylische Leselupe^^.
Für mich sind die Hauptargumente für gedruckte Bücher: Sie sind real und ich kann sie mit allen Sinnen erfassen; niemand kann mir die Datei wieder wegnehmen, habe ich es einmal gekauft, ist es meins (außerdem kann ich sie so problemlos an Freunde verleihen). Für mich sind sie zudem ideal, um die täglichen langen Zugfahrten zu überbrücken.

Fairerweise muss ich an dieser Stelle auch die Gegenargumente aufzählen: Sie sind manchmal sperrig, können relativ leicht beschädigt werden, sind oft die teuerste Variante, nehmen Platz im Regal und der Tasche weg und wer im Zug oder Auto nicht lesen kann, wird wenig(er) Freude an ihnen haben.
Wo kriegt ihr sie?
Bei eurem Lieblingsbuchhändler, dem bösen A[mazon] und natürlich gebraucht auf diversen Portalen oder von Freunden.

E-books

Wie ihr wisst, bin ich kein Freund von E-books.
Ich finde den Gedanken merkwürdig, für etwas, dass ich nicht anfassen kann zu bezahlen, und es trotzdem nicht zu besitzen (oder hat sich da etwas bei Tolino geändert, von dem ich noch nichts weiß?) aber zugegebenermaßen sind sie doch recht praktisch.
Die Vorteile: Mehr Platz als ein Tablet nimmt kein Buch weg, auch nicht mehrere, auch nicht mehre hundert bis tausend. Dadurch, dass quasi jeder E-books hochladen kann, gibt es zudem eine nie dagewesene Vielfalt an Literatur, die recht erschwinglich ist.

Und die Nachteile: Viele hamstern e-Books, was dazu führt, dass sich unheimlich viele ungelesen Bücher ansammeln. Da sie im Rahmen von Rabatt-Aktionen ganz oft für wenig bis gar kein Geld zu haben sind, geht meiner Meinung nach die Wertschätzung verloren. Zudem wird ziemlich viel Datenklau mit E-Books betrieben, was wiederum den Autoren schadet. Zudem ist die Einfachheit des Publizierens von e-Books insofern schwierig, als dass der Markt mit haufenweise gleichen Büchern überschwemmt wird (oder zumindest anfangs wurde). Abgesehen davon, ist digitales lesen für die Augen nicht so wahnsinnig gut, es verbraucht noch mehr Strom und Ressourcen, auch bei mehrfachen lesen. Ein gedrucktes Buch benötigt nur einmal Ressourcen 🙂

Wo gibts E-Books: Überall, wo es Bücher gibt, inzwischen sogar in Büchereien!

Hörbücher

So wie Netflix die Serienjunkies mit neuem Stoff versorgt, tut es audible.de für die (Hör)Buchsuchtis unter uns.
Doch wie funktioniert das und wie sieht es denn mit Hörbüchern aus?
Ich höre ehrlich gesagt wenige Hörbücher, da viele auf ein gesamtheitliches Sound-Erlebnis setzen und das nervt als Hörgerätträger einfach (Der eine oder andere von euch kennt vermutlich das Hörspiel The Barber Shop). Abgesehen davon bin ich recht pingelig mit der Auswahl von Stimmen und dem Lesetempo, doch es gibt unbestreitbare Vorteile.

Die da wären: Man kann eigentlich immer Hörbücher hören, ob im Zug, dem Auto (wenn man selber fährt!) oder auch beim Aufräumen. Selbst diejenigen, denen vom Lesen während der Fahrt schlecht wird, können so die Zeit für Bücher nutzen. Und, das ist ja etwas, das meine Schwester sehr schätzt: Man hat die Hände frei und kann gleichzeitig „lesen“ und noch etwas anderes machen. Das geht weder mit print, noch mit digitalen Büchern (gut, ich kann durchaus im Lesen gehen, aber das kann nicht jeder und das sollte man auch nicht unbedingt tun). Zudem sind viele Hörbücher, soweit ich weiß, günstiger als gedruckte Bücher (das gilt allerdings nicht immer- Report der Magd kostet z.B. 23,23 für die Ohren, das Taschenbuch 12€)

Und die Nachteile: Genau wie bei ebooks ist das mit dem visualisieren des Lesefortschritts etwas problematisch. Zudem muss man die Ohren frei haben und überhaupt hören können. Wer, wie ich, etwas pingelig mit den Stimmen und dem Lesetempo ist, könnte zudem eine Qual der Wahl haben. Aber sonst… braucht man eigentlich nicht mal einen MP3 Player oder so kaufen, solange das Handy über ein bisschen freien Speicher verfügt. (Für audible braucht man allerdings eine App, um die Hörbücher zu hören, aber die braucht man ja heutzutage für fast alles. Und knapp 10€/Monat ist für unbegrenzt viele Hörbücher doch ganz nett).

Wo gibt´s Hörbücher? Theoretisch überall, wo es Bücher gibt, aber dann nur als CD und das ist ein aussterbendes Medienformat, behaupte ich mal. Also: Bei audible (die zu Amazon gehören).

 

 

 

 

*dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit audible.de entstanden.