Stell dir vor, du wachst in einer Wüste auf, kein Wasser, kein Essen und kein Hinweis, wie du wieder nach Hause kommst. Oder wie du überhaupt hergekommen bist.

Wie würde ich reagieren?

Wenn man so ein Buch wie „Das dunkle Herz des Waldes“ liest, kommt schnell die Frage auf, was man wohl selber tun würde. Man denkt sich vielleicht, dass man super besonnen bliebe und erstmal einen Masterplan aushecken würde… aber seien wir ganz ehrlich, das würden die wenigsten von uns wirklich tun und ich versuche mir vorzustellen, was ich wohl w i r k l i c h täte…

Die Situation ist ja folgende, wenn wir vom Start der Protagonistin ausgehen:

Man wacht auf, es ist heißt, man weiß nicht, wie man dahingekommen ist. Um einen rum stehen nur noch Ruinen. Und der Boden dröhnt merkwürdig.

Der Handyempfang, natürlich checke ich das als erstes, auch um zu sehen ob der Anbieter mich drüber informiert, in welchem Land ich nun bin, existiert nicht. Internet geht auch nicht.
Ratlosigkeit macht sich breit. Ich würde erstmal auf die Ruinen zugehen. Laut rufen, um zu schauen, ob noch irgendwer hier ist.
Sobald ich auf Nick treffe, wäre ich zunächst erleichtert, doch sobald wir feststellen, dass wir beide keine Ahnung haben, würde sich vermutlich etwas Panik breit machen. Und Unglauben, schließlich landet man nicht mir nichts, dir nichts irgendwo anders, weit weg von zu Hause!
So wie ich mich kenne, würde ich vermutlich erstmal durchdrehen und panisch werden und sauer sein. Nicht, dass das rational wäre, aber wann ist man das?!
Die Hinweise auf meinen verschwunden Bruder würden mich neugierig machen, aber noch weiter in den Wahnsinn treiben. Wenn er hier ist, es kann doch kein Zufall sein, wieso ist es hier so unwirtlich? Wie kann er hier überlebt haben? Oder… ein Gedanke, den ich nicht zulassen könnte!

Dass die anderen, die wir später treffen von diesem herrschsüchtigen Idioten angeführt werden, geht mir mächtig auf die Nerven, doch wer überleben will, muss Kompromisse eingehen. Vermutlich könnte ich meinen Mund nicht halten und es wäre sehr fragwürdig, ob dann die Geschichte für mich überhaupt noch weiter gehen würde.
Was jedoch später die Kinder angeht: Grundsätzlich bin ich schnell genervt von Kindern (man möge es mir verzeihen), aber mit denen käme ich vermutlich klar, weil zum rumalbern nicht viel Zeit bleibt. Ich fände es bedenklich, dass auch sie eine eher diktatorische Führung haben, aber so wie ich mich kenne würde ich schnell versuchen, mitzubestimmen und meine Ideen einzubringen und durchzusetzen.
Ob das  bei den Kindern gut ankäme? Vermutlich nicht.

Realistisch betrachtet würde ich also erst etwas Panik kriegen und früher oder später verhungern, weil ich auf Dauer mit dem Führungsstil nicht wirklich klar käme. Ich könnte aber versuchen, meine eigene Gruppe zu gründen…

An der Aufgabe, die beiden Gruppen zu vereinen würde ich wahrscheinlich scheitern, einfach wegen meiner Dickköpfigkeit… so dass wir, um es kurz zu machen: Alle sterben.

Das war jetzt ziemlich ehrlich, fürchte ich und vor allem nicht glorreich, aber wer von uns ist schon perfekt?

Um eines von drei Print-Exemplaren des Dunklen Herz zu gewinnen, müsst ihr 2 Dinge tun.

Das Gewinnspiel ist beendet! Die Gewinner wurden in den Kommentaren genannt, ansonsten findet ihr sie auch auf den teilnehmenden Blogs.

  1. Wie heißt der Anführer der ersten Gruppe, auf die Anna und Nick stießen? (schaut in meiner Rezension vorbei, die wird euch dabei helfen.)
  2. Beantwortet die Fragen von Lisa (Lisas Bücherleben), Timo (Rainbowbookworld) und Stephanie (Happy Booktime)!

Teilnehmen könnt ihr bis zum 26.04.2018 23:59

Viel Glück!