Seien wir ehrlich: Weihnachten ist kapitalistisch geworden. Der Weihnachtsmann ist (sorry an alle anders-Überzeugten), eine Erfindung von Coca-Cola und die meisten wollen an Heiligabend vor allem eines: ihre Geschenke. Oder?

Immer wieder rede ich mit Leuten, die mit Weihnachten richtig schöne Traditionen pflegen und denen tatsächlich etwas am Fest der Liebe liegt.
Leute, die sich auf den Kirchgang freuen (fällt bei mir mangels Konfession weg), darauf, ihre Verwandtschaft zu sehen (600km Distanz sorgen nicht gerade für ein inniges Verhältnis) oder aber es sind Kleinigkeiten, auf die man sich freut und die treu jedes Jahr wiederholt werden: einen bestimmten Film gucken (in meinem Fall Der Polarexpress), ein besonders weihnachtliches Buch lesen (so etwas habe ich nicht mal^^), Plätzchen backen (wer kann da schon nein sagen?!), etc.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich auch ein wenig materialistisch bin und die Geschenke für mich einen großen Teil der Relevanz von Weihnachten ausmachen. Allerdings liegt das, behaupte ich mal, daran, dass ich nicht getauft bin und mit dem christlichen Aspekt nicht aufgewachsen bin. Nichtsdestotrotz liebe ich die Illusion von Weihnachten (es wird halt manchmal doch irgendwie… stressig, dabei hätte man lieber Harmonie), freue mich jedes Jahr aufs Neue drauf und das Basteln der Adventskalender für meinen Freund und meine beste Freundin in den letzten 2 Jahren hat mir definitiv Spaß gemacht. Warum? Weil ich es liebe, den Menschen, die mir am Herzen liegen, etwas zu schenken und ihnen eine Freude zu machen.
Es nervt mich total, das Schenken als „Druck“ anzusehen, weil man das eben so macht und eine Menge Geld auszugeben, nur weil es erwartet wird. Euch auch?

Ohne jetzt den Moralapostel spielen zu wollen, aber: versucht dieses Jahr wenigstens einem Menschen mal etwas selbst Gemachtes zu schenken (falls ihr das nicht sowieso tut) und seht, was passiert 🙂