Der zweite Band um den Erdmännchen Detective Percy Meercat und seinen menschlichen Partner, den Erfinder Milten Greenbutton.
In „Der Tod des Florian C. Booktian“ müssen Milten & Percy zunächst verhindern, dass eine geheim gelagerte Auflage der erfolgreichen Booktian Bücher, dem erfolgreichsten Vielschreiberlings auf Gnaa und der mit ihr verschmolzenen Erde, gestohlen wird. Reine Routine, denken die beiden, doch Milten erschießt eine Diebin und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Kurz nach ihrem Einsatz treffen Erdmännchen und Erfinder den berühmten Autor persönlich, doch im Laufe des Abends wird einer seiner Bediensteten und vor allem er selber getötet. Schnell scheint eine Verdächtige gefunden zu sein: Die Frau, die Milten bei dem Bücherdiebstahl erschossen hat, doch Tote können nicht morden! Oder etwa doch?

Als ich die ersten Seiten des Buches las, musste ich sofort an den Anfang des ersten Bandes denken, der ähnlich anfing, wenn auch mit anderen Personen und letzten Endes auch vollkommen anderen Konsequenzen.
In „Der Tod des Florian C. Booktian“ verewigt sich der Autor namentlich sehr offensichtlich, dennoch wirkt es nicht überheblich, sondern in Kombination mit den „Informationen über den Autor“ am Ende des Buches sehr amüsant.

Bevor ich anfing zu lesen, meinte Milten & Percys Schöpfer zu mir, dass sein neues Werk viel gewalttätiger sei als der erste Band und dem stimme ich definitiv zu. Ein wenig Gewalt ist, wenn es um Verbrechen geht „leicht“ zu rechtfertigen, die Antagonistin des Buches verfällt jedoch mit der Zeit in einen regelrechten Blutrausch und entsprechend viel Gewalt findet sich in dem Buch. Allerdings wirkt auch das nicht überzogen, was mich selber rückblickend überrascht.

Mir persönlich hat es sehr gefallen, dass die Welt aus dem ersten Band, in der unser Planet Erde mit dem Planeten Gnaa verschmolzen wurde, weiter ausgeschmückt und beschrieben wurde. Sogar einige der Figuren aus dem ersten Band tauchen wieder auf, dennoch könnte man das Buch auch ohne allzu viel Vorwissen lesen.
Die Geschichte teilt sich in zwei Zeitperspektiven auf, die aufeinander zu laufen, also Gegenwart und Vergangenheit, die irgendwann beide zur Gegenwart werden. So erhält der Leser die Chance, Informationen zur Antagonistin zu bekommen und zu verstehen, warum sie so böse geworden ist, was mir gut gefallen hat.
Zum Ende des Buches sei nur so viel gesagt: Es war eine große Überraschung, mit der wohl niemand gerechnet hätte, die aber in dem Sinne gut in das Gesamtgefüge gepasst hat.

Obwohl ich „Tod des Florian C. Booktian“ gerne gelesen habe und es auch insgesamt recht kurzweilig fand, störten mich dennoch ein paar der „Nebenszenen“ und vor allem Miltens Rumgejammer, weil er von seiner Freundin verlassen wurde. Diese Szenen haben ihn und die anderen Charaktere menschlicher und plastischer gemacht, trotzdem haben sie für mich oftmals den Spannungsbogen gestört, was aber auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist.
Um noch kurz etwas zu meinem Lieblingspunkte etwas zu sagen: Die Schriftgröße war angemessen und gut zu lesen, zudem wurde nicht allzu viel Papier für Kapitelanfänge verschwendet.

Mein Fazit: Eine unterhaltsame Fortsetzung, die Lust auf mehr macht!
Milten & Percy – Der Tod der Florian C. Booktian | 378 Seiten | 12,99€ | CreateSpace (Selfpublish)