Welcome to the new decade! Mit dem Beginn der “neuen 20er“ kochen die Hoffnungen hoch, dass nun alles anders würde und ein neues Goldenes Zeitalter anbrechen würde. Doch warum eigentlich? Und wieso sollte ich das überhaupt wollen?

Zuerst einmal: Die Goldenen (19)20er sind vermutlich einer der merkwürdigsten Mythen, wenn ihr mich fragt… denken wir nur mal an die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er und erinnern uns daran, dass die Dekade gerade einmal 2 Jahre nach dem ersten Weltkrieg begann.

So, jetzt aber mal zum Thema Vorsätze und „alles wird anders“.

Habt ihr Vorsätze? Haben sie in der Vergangenheit je geklappt?
Ich muss ehrlich zugeben, dass Vorsätze, die ich mir nicht für JETZT SOFORT vornehme, sondern Ab Tag X in 99% der Fälle nicht klappen. Was ist am 01.01. so speziell? Letztlich ist es doch Kopfsache. Versteht mich nicht falsch- ich finde es großartig, wenn sich Menschen vornehmen, irgendetwas anders zu machen, weil sie dazu motiviert sind. Aber wenn es letztlich in Selbstenttäuschung endet, ist damit doch auch niemandem geholfen.

 

 

Für mich war 2019 ein Jahr der Veränderungen. Das wusste ich von Anfang – im Vergleich dazu ist zu erwarten, dass 2020 einfach nur eine Fortführung der getroffenen Entscheidungen sein wird. War 2019 ein Jahr, das als superspecial von vielen Menschen im Voraus angepriesen wurde? Nicht, dass ich mich groß erinnern könnte- und schon gar nicht in dem Ausmaß wie 2020.

Wie wäre es, wenn wir aufhören, zu versuchen uns selbst zu optimieren und statt Vorsätzen Jahreshoffnungen formulieren?

Ich hoffe, dass ich mich dieses Jahr neu verlieben werde. Ich hoffe, dass besonders die Menschen die mir wichtig sind und ich gesund bleiben. Ich hoffe, dass meine Freundschaften halten. Ich hoffe, dass queere Rechte in mehr Ländern dieser Welt anerkannt werden und Menschen nicht mehr aufgrund wegen irgendetwas benachteiligt werden sondern sich alle Menschen dieser Welt auf Augenhöhe miteinander begegnen können. Ich hoffe, dass wir einen Weg finden, diesen Planeten nicht endgültig zu zerstören. Und soweit ich es irgendwie kann, will ich meinen Teil dazu beitragen, dass diese Hoffnungen zu Realitäten werden. Vorsätze und Hoffnungen bringen nichts, wenn sie nicht aktiv und aus den Tiefen des Herzens in Angriff genommen werden. Denn das ist meiner Meinung nach eines der größten Probleme. Wir wollen viele unserer Vorsätze gar nicht selbst, sondern übernehmen sie, beispielsweise von unserem Umfeld und seinen Erwartungen.

 

Vorsätze üben Druck aus – Hoffnungen sind Motivation.